Hab ich . . .


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Geschrieben von Werner am 21. September 2018 17:27:47:

Als Antwort auf: Re: Ja schon, aber geschrieben von Hanomedes am 21. September 2018 14:43:35:

aber trotzdem nix gefunden.

Die mechanische BMW-Mototronic kenn ich. Die hab ich im Buch im Großformat. Lustig, aber es geht nicht draus hervor, wo eingespritzt wird.

Benzin verdampft im Saugrohr NICHT vollständig. Man könnte zwar meinen, daß über dem Benzinspiegel im Tank doch überfettetes Gemisch herrscht, ergo die Stöchiometrie 1 ergeben müßte, daß keine Flüssigphase mehr vorliegt. Benzin ist aber ein Gemisch von vielen Stoffen, deshalb funktioniert der Ansatz nicht.

Der Vergaser, der eigentlich Zerstäuber heißen müßte, wirft den Sprit in die Luft, was aber nicht lange gutgeht. Anders gesagt, der Sprit schwabbert durch die Ansaugrohre und wird am Einlaßventil nochmal so richtig verwirbelt. Es gibt eindrucksvolle Aufnahmen davon in You-Tube. Bei den Flugmotoren mit einem Vergaser und langen Rohren ist das besonders blöde. Deshalb springen die dicken Willies auch erst an und sind gleich wieder weg, weil durch den rasch zunehmenden Unterdruck der Sprit in den Saugrohren verdampft und das Gemisch von gerade zündfähig schlagartig viel zu fett ist.

Beim Käfer und bei der Ente war es nicht viel besser. Der Käfer bekam dann eine Ölheizung an die Saugrohre, was die Leistung dann endgültig zunichte machte. Die Motoren mit zwei Vergasern liefen in der Gasannahme deutlich anders und brauchten auch nicht so viel Beschleunigerpumpe.

Bei der Ente waren die Querschnitte so klein, daß ordentlich Durchzug herrschte und das ganze damit dann auch klappte.

Ideal ist, wenn man den Vergaser so legen kann, daß der kälteste Punkt hinter dem Vergaser schon in den Zylinderkopf verlegt ist. Bei vielen Zweirädern klappt das so.

Gruß

Werner

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