Sachkunde


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Geschrieben von ray am 16. Februar 2021 12:16:44:

Als Antwort auf: Schaeffler geschrieben von Henzo am 15. Februar 2021 19:59:08:

Moin,

Lkw-Reifen haben immer (also alle die ich kenne) eine Stahlkordkarkasse. Das ist aber für den Lastfall nicht wichtig.
Die sogenannte Seitenwand (grob vereinfacht der sichtbare Teil zwischen Felgenhorn und Lauffläche bzw. Reifenschulter) besteht aus Karkassgewebe (eben Stahl oder Polymere-/Mischgewebe oder früher Baumwolle) welches mit Gummi grob vereinfacht luftdicht, geschützt und auch mechanisch miteinander verbunden ist.
Eine Pkw-Reifen kann man mal eben mit einem Messer usw. dort unbrauchbar machen -ein LKW- Reifen hat dort besagtes Drahtgeflecht und ist schwerer zu ähm zerstören..würd ich auch Niemandem empfehlen...die Betriebsdrücke sind lästig hoch und die freiwerdenden Spannungen und sich rasch entfernenden Teile des Reifens an der Schadstelle können und haben schon lebensgefährlich verletzt.
Verbrannte Lkw Reifen hinterlassen ein veritables Stahlgeflecht ....Pkw nur die beiden Kerne (Felgensitz) und den Gürtel(Lauflächenstabilisierung).

Bordsteine sind in der Tat pfuibah.... eben weil es zu Druckzuständen im Geflecht kommen kann.
Eine solche Schadstelle fällt sofort oder eben später im Betrieb mit höherer Wahrscheinlichkeit aus.

Die Abbildung der gesamten Mechanik eines Reifens in einem FEM-Modell gelingt bis heute nicht im Detail. Zuviele Details.

Gruß, ray

PS: gibt sicher noch Sonder- und Mischformen (C-reifen, reinforced, Sonderkram) aber so im Groben passt das. Achja..sogennante Runflat-Reifen mit extra dicken Seitenwänden "Leben" als klassische Zugkonstruktion und "sterben" -also im Pannenfall- als Kutschrad-Druckonstruktion

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