Re: Standmotor


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Geschrieben von Peter vdl am 28. Februar 2025 16:35:03:

Als Antwort auf: Standmotor geschrieben von Gerhard am 28. Februar 2025 07:36:14:

Moin Gerhard,

Hast du den Motor schon? Was existiert bisher? wie dem Schwatten unterjubeln, daß der's abnickt?

Für mich klingt dein Geschreibsel so, als ob du den noch nicht hast und dein Grundgedanke richtung inselfähiges BHKW geht. Ich hab auch mal mit dem selben Gedanken gespielt, damals war auch meine erste Motorenidee nen Lister CS Indienclon, ich bin von dem allerdings recht schnell weg gekommen. Ist zwar nen wassergekühlter Kammerdiesel, der als Original-Lister nen legendären Ruf hat - ich hab grad von den indischen Nachbauten aber auch schon Horrorgeschichten gelesen was die Haltbarkeit betrifft. Dann wie Werner schon schrieb sind's eher Dieselvernichtungsmaschinen (die Konstruktion stammt aus den 1920ern, da wusste man's noch nicht besser), dann ist's nen Langsamläufer, der nen Getriebe erzwingt, und nen Eintopf. Ich bin für mich ganz schnell bei 1500 u/min aus mehreren Zylindern gelandet, und weil Einfamilienhaus das so klein wie möglich. Nen Kubota Dreitopf ist da eine für mich akzeptable Wahl, es gibt noch andere - kleiner geht's nur noch mit weniger Zylindern. Damit liegste als BHKW was eigentlich Dauerlauf haben will bei den selben 5 kW, die der Lister ausspuckt - aber um den faktor 5 für Dauerlauf zu hoch. Teil mal deinen Jahresverbrauch durch 8800 Stunden, die so nen Jahr in etwa hat... Ich für mich akzeptiere die rund 5 kW und damit daß die Maschine taktet - und damit mir den Wirkungsgrad nochmals deutlich senkt, ich will auch anderes von der Maschine haben. Der Kubota kostete dabei in etwa dasselbe wie nen Indien-CS und ist auch nen wassergekühlter Kammerdiesel, und so nen Kubota gibt's fix und foxy als Notströmer oder als BHKW, nur so als Tipp je nachdem in welche Richtung du willst und was du schon alles hast.

Ich liebäugele allerdings nicht mit einer Pölumrüstung, als Erstes muß das Zeugs zuverlässig laufen, und da bietet das thema BHKW noch so einiges. Immerhin ist die Motorlast in etwa höchste Gang bergauf, im PKW würd ich mal bei 100 km/h ansetzen... Kubota - übrigens auch wie der Lister - wollen alle 200 Stunden nen Ölwechsel - das wäre Wöchentlich. Das muß länger, ohne, daß der Motor leidet. PKW-Motor, der gut für 300.000 km ist? Das muß wesentlich standfester, ich will nicht jedes Jahr da drei fabrikneue Motoren reinflanschen müssen weil die Alten komplett verschlissen sind. Nur um mal beispielhaft zwei Baustellen zu nennen.

Ansonsten wenn du's hinkriegst die Maschine wirklich durchlaufen zu lassen sehe ich keinen Bedarf an einer Vorwärmung, das Lastprofil und die thermischen Bedingungen sind eigentlich ideal zum Pölen, auch mit nem Direkteinspritzer, selbst mit Blockfett. Was deutlich eher Ärger macht sind Rückstände im Pöl, die die Düsen, Hochdruckerzeugung und sonstige Einspritzausrüstung beschädigen könnten. Schau dir mal die Kraftstoffaufbereitung auf Schiffen an, könnte passieren, daß du nen ähnlichen Aufwand fahren mußt wie die rund um ihre "Dicken".

Rußige Grüße
Peter

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