Ja, das sehe ich inzwischen auch so - das Ding ist bei mir durch


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Geschrieben von Werner am 01. April 2025 10:26:14:

Als Antwort auf: Re: Suckes !! (beim Löten) geschrieben von Espace17 am 31. März 2025 12:25:28:

Moin Rudi,

passend zum 1. April hat mich der zweite Gaszug - nachdem der ersten gut geworden ist - so verar..t, dass ich jetzt fertige mit Zinkknopf bestelle. Eigentlich wollte ich das Wochenende retten, habs aber versaut. Positiver Nebeneffekt: der Keller ist ein bißchen aufgeräumter - was freilich nur der Experte auch erkennt.

Ich verstehe das einfach nicht: beide Teile habe ich exakt gleich vorbereitet, bei dem einen floß das Lotmaterial willig und gerne und benetzte den Messingkörper, zog sich in den Draht, ganz so, wie man es auf You Tube zeigen würde. Bei dem zweiten war nix zu machen. Am Messing klebte das Lotmaterial ganz achtbar, am Draht wollte es einfach nicht. Da kam mir der Zorn und ich habe die Salzsäureflasche geöffnet. Ein wenig davon in ein Glas, den Kram reingetaucht und nochmal versuch. Uaaa, das hat gestunken und der Draht versilberte sich auf großer Strecke. Die Verbindung ist superstabil, der Draht ist jetzt so steif, dass er nicht auf die Rolle des Vergasers will. Der andere ist im übrigen mir auch etwas zu steif, schließlich ist er aus einem Bremsseil gemacht.

Die Rollervergaser haben eine Beschleunigerpumpe, die ich höchstwahrscheinlich für den Flugmotor nicht brauche, aber ich habe sie dran gelassen, um auch Prüfern etc. ein konsequentes Bild zu liefern, dass alles original wie vom Roller ist. Die Beschleunigerpumpen sind aber etwas schwergängig, es muß ein Anfangsmoment gehen eine Feder überwuden werden und dann geht es plötzlich wieder leicht.

Wenn ich jetzt durch sperrige Züge, die sich nur mit Biegekraft der runden Vergaserbetätigung anpassen, zusätzlichen Federweg schaffe, dann muß ich erst ein Stück ziehen, bis die Vergaser öffnen und dann öffnen sich mit einem Schlag gleich in die kleine Teillast. Beim Roller ist das alles egal, da brauchts ohnehin Drehzahl, ehe der mal einkuppelt und die Fuhre sich in Gang setzt. Beim Flugmotor hat der Propeller bei diesen Drehzahlen kaum Widerstand und ich wollte eine Feindosierung und nicht schon wieder so ein Sprungverhalten.

Also Beschluß vom 1. April 1:00 Uhr (kein Aprilscherz) : der ganze Kram kommt weg und ich bestelle dünne Seile mit angegossenem Knubbel, die in die Vergaser passen. Ich will mich beim nächsten Probelauf einfach nicht mehr ärgern mit "könnte" und "müsste" und "würde" und "sollte eigentlich".

Hätte ich das gleich gemacht, wären sie schon drin. Man soll gewisse Sachen doch lieber den Profis überlassen. Ich geh jetzt lieber mal Klavier spielen, das funktioniert wenigstens.

Frustgruß

Werner

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