Der Schwabe an und für sich . . . .
Geschrieben von Werner am 11. Februar 2026 23:22:12:
Als Antwort auf: Re: Auf alle Fälle ist es interessamt, dass alles in der gleichen Region war geschrieben von MarkusW am 11. Februar 2026 13:18:00:
ist ja nicht geizig. Er hat nur einen angeborenen Sparzwang. Und Feiern kostet Geld - also bitte nur kurz und dann ins Bett, damit es morgen wieder ans Schaffen geht.
Wir hatten in meiner Mutterfirma, also in der, in der ich groß geworden bin, einen Projektleiter aus dem Schwabenländle. Der war eigentlich ein ganz guter Projektleiter, wurde aber gelegentlich nicht so richtig ernst genommen.
Dieser Mann hat Kunden zu Besuch gehabt, also wirklich hohe Leute aus Indien, und hat denen die Erbsensuppe gegenüber in der Aalstube als typisches Gourmet-Essen für unsere Region verkauft. Dafür hat er einen aufs Dach gekriegt, er könne so nicht mit den Kunden umgehen. Der Mann war schon lange im Job, war so Anfang 60 und ließ sich kaum etwas sagen, halt ein echter hardcore.
Aber das war der Geschäftsleitung dann doch zu viel und er muß wohl wirklich Haue gekriegt haben, denn er hat dann zu Weiberfastnacht, die wir ja morgen auch wieder haben, den Kunden in Bonn ins Domfäßchen eingeladen. Da kommt man eigentlich nur noch mit Anmeldung rein, aber das hat er alles so gedeichselt. Das Domfäßchen ist in Bonn an Weiberfastnacht das Zentrum des Karnevals. Er also mit seinem israelischen Besuch da rein. Die Ärmsten wußten gar nicht, wie ihnen geschah. Dann haben ein paar Weiber die hohen Herren von ihren Stühlen gerissen und mit ihnen Ringelreihen getanzt. Ein Kollege, der mit seiner Frau privat auch da war, hat das erzählt. Das Bier kostete 8 DM und der Projektleiter wollte eine Quittung dafür . .. . . . . unglaublich, wie soll ein Kellner das zustande bringen im Karneval. Da kann man dann auch nicht verschiedene Biersorten bestellen, sondern nur Bier, Cola, Wasser, Schnaps und das wars. Ob das dann auch so ankommt, wie bestellt oder nicht an anderen Tischen verschwindet, ist nie sicher.
Auf alle Fälle haben wir herzlich gelacht über diese Story. Die Israelis haben es mit Fassung getragen, hatte jedenfalls zuhause was zu erzählen.
Gruß
Werner