Ich rechne falsch.


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Geschrieben von Peter vdl am 04. Oktober 2026 12:28:49:

Als Antwort auf: Re: hol Dir doch Deine eigene Zahl geschrieben von Manuel [ER] am 01. Oktober 2026 18:25:04:

Moin Manuel,

Ich kenne hier nen Vierplatten-Balkonkraftwerk, das jährlich über 4000 kWh produziert. 2kWp bei schattenfreier Südausrichtung... Meine eigene PV schafft mit 45° Dachneigung und Südwestausrichtung bei knapp 2,4 kWp Installiert runde 3500 kWh/a. Die Wechselrichter haben aber auch ne unpassend hohe Startspannung und das Dach wird bei tiefstehender Sonne mit Schatten beworfen.

So nen Vierplatten-Balkonkraftwerk habe ich anfang des Jahres für nen Verkaufspreis von 560 €uro gesehen, beim letzten Baumarktbesuch habe ich Balkonkraftwerke für unter 100 €uro gesehen. Nehme ich die 4000 kWh und interpoliere die auf 10 Jahre hoch und teile den großzügig aufgerundeten Anschaffungspreis da durch komme ich auf 2,5 Ct/kWh und hab noch 440 Teuros über um das Geraffel zu montieren. Bei meiner Anlage habe ich bereits nen höheren Preis. Will sagen, so nen Steckersolargerät aus dem Baumarkt und nen Zwischensteck-Stromzähler ist inzwischen so billig, das er als Experimentiersensor zum Daten sammeln her halten kann, dann weißt du für deinen Standort genau wieviel Ertrag möglich ist, dieser bestimmt dir dann den Preis mit dem du planen kannst.

Natürlich berücksichtigt das nicht die Kosten durch den Zweirichtungszähler, durch den gestiegenen Strompreis, durch die Bürokratie etc., aber auch eine Förderung ist nicht drin so man sie denn kriegt. Kann ich zu allem nichts dazu sagen, ich betreibe meine Anlage als Insel und hab mich nie um Fördermöglichkeiten gekümmert, als ich sie gebaut habe flog sie auch noch unter dem Radar durch und ist nicht angemeldet. Das bringt uns aber zu dem nächsten Fehler, den ich mache: Obigen Strompreis kriegste nur, wenn du es schaffst die Anlage unter Vollast zu halten. Wenn du noch nen Ferrais-Zähler hast ist dies illegal gut möglich, spätestens wenn du nen modernen Zähler kriegst ist die möglichkeit Illegal aber verbaut. Mit nem Akku wäre das auch möglich - die Art, wie ich meine Anlage betreibe, mein Akku hat rund 30 kWh. Ich hab's ausprobiert, wenn ich Zähler läuft Rückwärts spiele muß ich runde 200 kWh/a zukaufen, legalisiere ich mich sind's runde 1000 kWh/a mehr. Anfang des Jahres habe ich nem Bekannten nen Fertig-China-Inselsystem angeklemmt, die Kiste hat auch 30 kWh Speicher, nen 12 kW großen Dreiphasen-Wechselrichter und PV-Iverter auch noch an bord - kostenpunkt bummelig 5000 €uro. Ich mag diese All-in-One Büchsen nicht, aber das ist mein Geschmack, bin allerdings selbst grad meine Anlage am umstricken und für Muttern am von Grund auf neu planen, man kommt im Eigenbau mit einem modularen Aufbau auf ähnliche Preise. Selbe Rechnung wie oben und drauf gewettet daß die Komponenten, im Speziellen die Zellen die 10 Jahre halten komme ich auf 12,5 ct/kWh - allerdings ohne Montageluft. Macht nen schöngerechneten Gesamtpreis von derzeit 15 ct/kWh aus der Anlage, dazu kommt dann noch der Zukaufspreis im Winter, der sich zwangsweise alleine dadurch erhöht, daß die Zählermiete anteilig kräftiger ins Gewicht fällt.

Nur was rechnest du wie zu welchen Anteilen ein und was lässt du außen vor? Was verschiebt sich warum in welche Richtung? Was habe ich alles übersehen? Ich betreibe meine Anlage auch unter dem Hobby-aspekt als Ausrede, daß mir Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit was wert ist. Gerade die Unabhängigkeit - wie will man die beziffern? Wieviel Quatsch ist das? Warum pölen wir eigentlich?

Rußige Grüße
Peter

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