kommt auf die Bewirtschaftung an


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Geschrieben von Johannes D am 18. Februar 2025 20:59:11:

Als Antwort auf: Wald als CO2-Senke? geschrieben von Joachim S am 18. Februar 2025 18:41:27:

Servus Jo,

so grob lässt sich sagen, pro ha Waldfläche wächst gleich viel Holz pro Jahr zu,
egal wie viele Bäume da stehen. Also wenn wir von einem gemischten Bestand ausgehen,
keine frisch angepflanzte Monokultur oder sehr alte Bestände.

Wenn man jetzt also "Plenterwirtschaft" betreibt und nur gezielt einzelne, hiebsreife Bäume entnimmt, bleibt der Zuwachs in etwas gleich oder ähnlich.
Klappt natürlich nur wenn die Struktur vom Alter her auch passt.

Führt man diese Bäume jetzt einer "vernünftigen" Verwertung zu (bei Nadelbäumen zB
Bauholz) so wird ein Teil davon mit etwas Glück ziemlich Lange nicht verbrannt
sondern bleibt "Kohlenstoff-Senke".
Jetzt wachsen im Wald halt keine Bretter und Balken, sondern halt Bäume. Zwangsläufig
gibt es also "Abfall" den man zB thermisch verwerten kann. Auch wenn man das Restholz
verrotten lassen würde, würde CO2 und Feinstaub freigesetzt.

In einem Mischbestand gibts jetzt dann auch noch Baumarten die sich aus unterschiedlichen
Gründen schlecht vermarkten lassen die "komplett" ins Brennholz wandern.

Zum Bauen und/oder renovieren benötigen wir ja Baustoffe, Holz finde ich schon mal
viel Besser als Beton. Wenn da jetzt Windräder oder Solar stehen, isses schwierig mit der Holzproduktion

Nadelrundholz ist gerade auf einem Preis-Hoch.

Das großflächige und dauerhafte Roden von Waldflächen passiert ja aber nicht in Deutschland, sondern in anderen Ländern. In Rumänien zB möchte ich kein Förster
sein. Wenn man da mit nicht mitspielt ist die Lebenserwartung ziemlich kurz.

Den Wald zu schützen ist eine gute Idee, aber da ist der Ansatz global etwas zu
ändern schon gut. Mit noch so strengen und gut kontrollierten Waldgesetzen in
Deutschland können wir halt nicht soo viel bewirken.
In Russland gibt/gab es einzelne Firmen die Flächen bearbeitet haben die so groß
wie Bayern sind. Und davon gibt es einige.

Neue Ideen wie Agroforst oder so was sind in Deutschland immer nur schwierig und mit
viel bürokratischem Aufwand zu realisieren.
Oder Obstplantagen unter Solar-Dach...

lg

Johannes D.

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