Meine Halbtrockensumpfschmierung gibt's auch noch. Jedenfalls die Teile davon


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Geschrieben von Obi am 26. März 2025 08:51:06:

Als Antwort auf: Re: Benzin an Bord geschrieben von Jockel am 26. März 2025 06:48:08:

Servus Jockel und Werner,
ich habe ja den Umstand genutzt, dass der VW-Diesel mit dem 827er Block noch den Nocken zum Antrieb der mechanischen Benzinpumpe auf der Zwischenwelle (hier gerne als "Sinnloswelle" betitelt) hat.

Wenn man den Rücklauf der Einspritzpumpe ins Kurbelgehäuse legt und mit einem 4mm über dem Boden der VW-Transporterölwanne quer gelochten Schöpfrohr absaugt, hat man eine Nasssumpfschmierung, die aber ähnlich einer Trockensumpfschmierung Öl ins Kurbelgehäuse laufen lässt und wieder absaugt.
Dank des Lochs quer im Schöpfrohr aber immer mit betriebssicherem Ölstand für die unverändert vorhandene Druckumlaufschmierung, die mit einem Saugrüssel aus der Mitte der Ölwanne des Motors saugt.
Lange Standzeiten mag das Pöl als sehr warm werdender Schmierstoff überhaupt nicht. Sowohl Rhanie als auch ich hatten immer wieder dichte Ölfilter und auch verklebte Kolbenringe, wegen derer uns die Motiren ab und zu durchgehen wollten.
Dann benimmt sich Pöl natürlich wie ein Einbereichsöl. Rhanie hat im Fiasko-Fiesta einen Ford-Motor gleicher Leistung und gleichen Hubraums (je 1,6l, Wirbelkammereinspritzung, 37kW/50PS) genommen.

Der zerlegte VW-Motor liegt noch im Obirationssaal. Den kann man sich ja gerne einmal wieder zu Gemüte führen.
Ein Paar Maßnahmen würde ich bei einer Drittauflage ergreifen: die größtmögliche Ölpumpe aus dem VW-Programm mit 36mm breiten Zahnrädern nehmen (ich hatte statt der originalen mit 26mm schmalen Zahnrädern bereits die mit 30mm Zahnrödern aus dem Turbodiesel JX und dem größeren Nachfolge-Saugmotor KY in meinem CS) und im Rücklauf einen wirksamen Luftblasenabscheider einbauen. Die Tankkonstruktion des VW Transporters 251 und seiner Schwestermodelle bringt sonst die beträchtliche Menge an Luft, die die Rückförderpumpe in den Rücklauf drückt, im Leben nicht los.
Ich habe die Querleitung der Tankentlüftung zwischen den Höckern des Transportertanks in der Mitte geteilt, dort ein T-Stück eingesetzt und quasi das mit Luftblasen durchsetzte Pöl dort oben eingeleitet, die Luft durch die Tankentlüftung entsorgt und das Pöl von oben in den Tank zurücklaufen lassen. Das hat dann einigermaßen funktioniert.
Ein System, das die Luft bereits im Motorraum abscheidet und den original belassenen Rücklauf in den linken Anschluss der "fliegenden Untertasse" im Transportertank einleitet, gefällt mir allerdings besser. Man kann dann den Motor als plug&play-Lösung einpflanzen, ohne dass man am jeweiligen Fahrzeug (wenn man einen Standard-PKW aus dem VW-Programm auch zu 200% bepölt) wieder individuell am Tank herumbasteln muss. Der Entnahmebecher mit Rücklaufanschluss, wie er in sämtlichen mir bekannten VW aus den späten 1980ern bekannt ist, macht einem die Sache deutlich schwerer als der Tank meiner Lieblingsspielwiese 251&Co. Zumal Syncronauten, die eventuell einen 1,9l-Saugmotor statt des 1,6l Turbodiesels JX als 200%-Pölmotor fahren wollen, mit dem über dem Schaltgetriebe eingebauten Kunststofftank auch wieder ihren Spaß hätten.

Werner, bring die SD1 zum Fliegen!
Es wäre doch der Wahnsinn, wenn auf Deutschlands letztem Pölertreffen (Anspielung auf die Stadt Speyer mit "Deutschlands erstes Pölertreffen") Werner mit einer Aussenlandegenehmigung auf einer gemähten Wiese 300m vom Obirationssaal mit dem Flugzeug zu Besuch käme!

Gruß,
Obi

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