Die Zahnrad-Ölpumpe und ihr Schnorchel


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Geschrieben von Obi am 28. März 2026 12:38:47:

Als Antwort auf: Seh ich auch so geschrieben von Werner am 27. März 2026 22:04:48:

Moin Werner,
die Stirnzahnräder Ölpumpe nahezu aller mit dem EA827 verwandten Motoren sitzen in der Einbaulage gemäß der ursprünglichen Konstruktion grob 30mm über dem Ölspiwgel und der Ansaugschnorchel ist vom in einer Glocke sitzenden Sieb weg bis zum Zulauf der Pumpe schlimmstenfalls 200mm lang.

In den Transportermotoren CS, JX und KY wurden die Zylinderachsen des Motors um 50° aus der Senkrechten nach links geneigt, um den Motor unter den auf gleicher Höhe mit der Oberkante der Hinterradkästen liegenden Motorraumdeckel bauen zu können. Die Ölpumpe wurde dabei nach oben aufgekippt und sitzt bei den drei genannten Transportermotoren eher 150 bis 200mm über dem Betriebsölspiegel (etwa 40mm über dem Boden der seltsam anmutenden keilförmigen Alu-Ölwanne habe icv beim Bau meiner Pölschmierung 2.0 gemessen) bei laufendem Motor.

FeBi liefert die mit nunmehr 36mm breiten, siebenzähnigen Zahnrädern ungefähr im Modul 4 ausgfeührt, bereits mit Öl benetzt. Das liegt daran, dass due Pumpen laut Beipackzettel vor Auslieferung geprüft werden.

Gewöhnlich geht der Transportermotor an ausgenudelten Zwischenwellenlagern, einem mit reichlich Spiel laufendem Turbolader oder einer geborstenen Druckleitung zum Turbolader, ausgenudelten Zwischenwellenlagern oder auch zu viel Axialspiel der Zwischenwelle (deren Axialführungsbund gerne bricht) zu Grunde.
Zu geringe Ölversorgung der Pumpe gibt es so nicht wirklich. Nicht selten höngt das im Pumpenboden unter den Pumpenzahnrädern sitzende Druckbegrenzungsventil teilweise offen, die Pumpe pumpt eine gefühlte Ewigkeit das Öl von der Druckseite direkt durch den ca. 30mm kurzen hydraulischen Kurzschlusskanal und es kommt folglich bei heissem Öl fast nichts mehr in den Lagern an.

Die Kuriosität mit dem reibschlüssig über den Riemenrücken a ängetriebenen Rad kommt daher, dass ein Antrieb der Zwischenwelle im Uhrzeigersinn den Umschlingungswinkel auf dem Riemenrad der darüber montierten, beim Benziner bekanntlich nicht vorhandenen Einspritzpumpe zur Folge gehabt hätte.

Beim Benziner läuft die Zwischenwelle mit Nockenwellendrehzahl, weil statt der beim Diesel meist vorhandenen Absaugpumpe der Zündverteiler an derselben Stelle im Motorblock sitzt. Um die Drehrichtung der Ölpumpe mit rückwärts drehender Zwischenwelle wieder herstellen zu können, ist die Steilverzahnung der Diesel-Zwischenwellen auch im umgekehrten Sinn gebaut wie bei den Benzinern.
Das mit Längsrillen ausgestattete Zwischenwellenrad der Diesel wird, wie bereits erwähnt, reubschlüssig vom Zahnriemenrücken anfetrieben. Das Zahnriemenrad der Benziner und der Dieselmotoren aus dem 068er und 033er Nummernbereich ist ungefähr gleich groß wie das der Benziner. Ob das Zwischenwellenrad der neueren Diesel aus dem Nummernbereich 028 (Wirbelkammer 1Y/AAZ, TDI 1Z) genauso groß geblieben ist oder kleiner gewählt wurde, um die Ölversorgung mit höherer Pumpendrehzahl zu gewährleisten, habe ich nie überprüft. Ich tendiere zu einem Nein.

Inzwischen habe ich mich bereits durch alle bisherigen Beiträge hier durchgearbeitet. Das Problem war offenbar tatsächlich der Luftwatz im Zulauf. Sonst wäre ja bei ausgefallenem Pumpenantrieb das Öl im Filter stehen geblieben.
Klarer Fall von "Shit happens!".

Gruß,
Obi

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