Re: Ob das ein WK2-Trauma ist?
Geschrieben von Uli S. am 13. Februar 2026 00:38:10:
Als Antwort auf: Ob das ein WK2-Trauma ist? geschrieben von waldi am 12. Februar 2026 21:59:37:
Hallo Waldemar,
>Ob durch den verlorenen Krieg ausgelöst, oder durch andere Gründe, erschließt sich mir nicht.
generell heißt es, entweder hat das Kind keine Liebe oder zuviel Aufmerksamket bekommen. Im ersten Fall versucht es später mit allen Mitteln, diese fehlende Liebe/Anerkennung zu erreichen. Im zweiten will es die gewohnte Aufmerksamkeit mit allen Mitteln beibehalten. Für Eltern ergibt sich daraus ein Dilemme: wie finde ich den gesunden Mittelweg? Es gibt dafür keine Regel, weil jedes Kind Liebe und Aufmerksamkeit subjektiv empfindet. Für ein Kind ist bereits zuviel, was für das andere viel zu wenig ist. Wenn man da als Elternteil mit sich selber nicht im Reinen ist, kann man nur alles falsch machen.
>Jedenfalls scheint es ein Syndrom zu sein, welches in jeglichen Hirarchien zu Tage tritt. Es wird aber jedem Berufseinsteiger mit unerbittlicher Härte eingehämmert. Erlaubt sich der Neuling einen Fehler, wird er daran gemessen, anstatt diesen pragmatisch zu kompensieren.das kenn ich anders. Im KFZ-Handwerk mag das so (gewesen) sein, aber in der Industrie kenne ich es nur so, daß individuelles Fehlverhalkten zwar disziplinarisch sanktioniert wird, aber fachliche Irrtümer ganz pragmatisch analysiert werden, um sie für die Zukunft auszuschließen ("Lessons learned"), und zwar ohne einen Schuldigen zu suchen. Wenn irgendne Pflaume natürlich immer wieder den selben Mist macht, fliegt sie raus, das ist auch klar...
>Es ist kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander. Da die eigene Leistung kritisiert wird, kritisiere ich auch, was das Zeug hält. Ich bin schon an meiner Leistungsspitze angelangt, muss aber immer noch besser werden, also mache ich die Kollegen nieder um den (scheinbaren) Unterschied zwischen ihnen und mir hervorzuheben.
das kenn ich eher vom mittleren Management, das gerne aufsteigen will. Da sind dann alle Mittel recht. Besonders gern genommen: MA macht nen Vorschlag, Vorgesetzter sagt nein, 2 Wochen später ist der Vorschlag umgesetzt, Chef lobt die Initiative des Vorgesetzten
. Der Chef der Arbeitsvorbereitung war so einer, der war nach ein paar Jahren Fertigungsleiter mit Procura. Flog dann aber im Zuge der Säuberungswelle durch nen (ebenfalls narzisstischen) Unternehmensberater raus
>Ist das in anderen Ländern auch so?
in Frankreich ist es in der Arbeitswelt eher so wir Du beschreibst.
Und die richtig perversen Narzissten hab ich eher in Frankreich kennengelernt, dagegen sind die deutschen Schmalspurnarzissten eher Schuljungs (mit Ausnahme des o.g. UB, der war ein echter Profi), somit widerspreche ich LiLas These, daß das in Deutschland am weitesten verbreitet ist
>einziger Ausweg ist die Selbstständigkeit, oder die Rente.
mal schaun...
Viele Grüße
Uli
- Aus Fehlern lernen ? Guter Witz ! Werner 13.02.2026 11:47 (6)
- Re: Aus Fehlern lernen ? Guter Witz ! Uli S. 13.02.2026 13:11 (5)
- Re: Aus Fehlern lernen ? Guter Witz ! Werner 13.02.2026 16:29 (0)
- Re: Aus Fehlern lernen ? Guter Witz ! Joachim S 13.02.2026 16:10 (3)
- Eine gute Unternehmenskultur Werner 13.02.2026 17:33 (2)
- Zustimmung (ohne Text) Uli S. 14.02.2026 00:18 (0)
- Das stimmt... Familienunternehmen sind da angenehmer... (ohne Text) Joachim S 13.02.2026 18:11 (0)