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Geschrieben von waldi am 18. Januar 2026 12:40:20:

Als Antwort auf: So muß das ! geschrieben von Werner am 16. Januar 2026 22:23:01:

Servus Männer,

wieder ‘n Schritt weiter32.
Wenn man bedenkt, was davon übrig geblieben ist …
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Das Meiste liegt jetzt in der Spänewanne.
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Das Loch in der Mantelfläche dient zur Schmierung, aber das geht noch besser.

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Ich habe den Buchsen Schmiernuten spendiert. Diese natürlich über Kreuz, damit sich das Öl in beide Drehrichtungen verteilt.

Aber wenn man nicht aufpasst, kommt doch Mist dabei raus.

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Na, wem ist es aufgefallen?

Ich habe die Buchsen, der einfacheren Verarbeitung geschuldet, geteilt. Eigentlich hätte es eine einzige mit 80 mm Länge getan, aber das ging aus drei Gründen nicht.
1. habe ich keinen Innendrehmeißel mit dem ich auf die Länge reinkomme.
Doch, knapp hätte das funktioniert, aber der Freilauf hätte mir gefehlt.
2. Die Montage im Gussgehäuse wäre schwieriger geworden. Original war nämlich nur eine Buchse mit 35 mm Länge verbaut.
3. Ich hätte erheblich Mühe gehabt, die Welle da rein zu kriegen.
@ Werner: H7 Passung ist es wohl, aber an der Vorderseite der Welle. Weiter hinten, wo wirklich die Last draufliegt, ist es … naja, irgendwas. Jedenfalls entspricht es an der Stelle wohl dem Geiste des Franz Kramer sonni.
Ich wollte es ja richtig Präzise machen, geht aber nicht. Die Welle MUSS 30 bleiben, weil dort ein Zahnrad drauf sitzt. Und nach hinten wird sie verschleißbedingt dünner.
Sieht man vielleicht hier. Das ist die Stelle, wo sie im Gleitlager läuft und links ist sie dicker. Da kommen dann die Sickenrollen drauf.
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Und hier auf der rechten Seite kommt dann noch ein Zahnrad mit 30 H7-Passung auf die Welle.
Da mache ich mal nichts dünner.
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Egal zurück zu den Buchsen. Es ist mir bei den Schmiernuten doch glatt der Faux Pas unterlaufen, dass sie sich nicht von der einen in die nächste Buchse fortsetzen, sondern gegenläufig sind kotz.
Jetzt war ich so stolz auf die Schmiernuten, und dann sowas depri.
Na gut, die 2. Buchse ist sowieso nice to have und ganz so schlimm ist es nicht.
Am Stoß habe ich beide Buchsen angefast, sodass sich dort eine umlaufende Nut bildet und das Öl sich da durcharbeiten kann. Nicht schön, dürfte aber gehen.
Noch eine Buchse drehen, hatte ich jetzt wirklich keine Lust mehr, zumal das Material knapp wurde.

Naja, und ins Gehäuse einsetzen muss man die ja auch noch.
Nur, die 35 mm Buchse passen nicht in die 35 mm Bohrung.
Vor ewigen Zeiten musste ich schon mal was aufreiben. Ich habe zwar ein paar wirklich gute Reibahlen, aber es ist, wie so immer, das was man braucht hat man eben NICHT.
Damals habe ich mir einen ganzen Satz bei einem Händler in Nieder-Olm bestellt.

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Zu einem Preis, dass ich nicht glauben konnte, dass das was Gescheites ist. Und so war es dann auch. Ja, gut, für den Zweck hatte es damals gereicht.
Man soll ja nicht undankbar sein.
Die dickste Reibahle passt perfekt auch für diesen Einsatz.
Man sah es ihr hinterher an. Die Schneiden haben arg gelitten, obwohl ich sie NICHT zum Klemmen gebracht hatte. Ist halt Chinesium.
Bei Hunger wäre das nicht passiert.

Wie auch immer, ich habe die Bohrung schöner gemacht, als sie vorher war

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und die Buchsen passen jetzt auch rein.

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Maschinenbau ist ein mühseliges Geschäft.
Jedenfalls so, wie ich ihn (eher unfreiwillig) betreibe.
Selbst der Maschinenbauer, bei dem ich das Rohmaterial geholt habe, kauft fertig.
Der hatte da die unterschiedlichsten Buchsen von einer Dreherei, die NUR sowas macht.
Eine Maschine von Grund auf komplett selbst zu bauen, macht kein Mensch.
Da wird nur gefertigt, was andere nicht können.
Es ist wirtschaftlicher, jegliche und so viel wie möglich Komponenten zuzukaufen.
Ist aber trotzdem schön 20.


Viele Grüße

Waldemar



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