Das ist was anderes . . . hat mit Tradition nichts zu tun
Geschrieben von Werner am 28. Mai 2026 13:22:12:
Als Antwort auf: Hanf als Dichtmittel--- geschrieben von Joachim S am 28. Mai 2026 10:56:23:
In der Branche gibt es damit richtig Umsätze, die werden nicht aus Tradition gemacht.
Im Job nehme ich sowas auch nicht. Das einzige Mal, wo ich Hanf auf der Anlage gesehen habe, war für die Verrohrung von Wasserleitungen für das Becken eines Verdampfers.
Im den Verwaltungsgebäuden der Werke sind die Wasserleitungen aber auch mit Hanf gemacht. Schau nach bei Deiner Firma, ich mach ne Wette, du findest sie.
Der Punkt ist, du siehst an alten Häusern hanfgedichtete Wasserleitungen, die seit 70 Jahren pottendicht sind und die nicht nur eine Erschütterung im Leben erfahren haben.
Traditionelles Handwerk wäre die Verlegung von Bleirohren, aber das kann niemand wollen - ich schon gar nicht.
Frag die Installateure, die werden Dir sagen: "Klar, es gibt auch anderes, aber Hanf ist bisher das beste."
Das kann man mit Industrieverrohrungen von Luftleitungen etc. nicht vergleichen.
Der Rivale Teflon hat die fiese Eigenschaft, dass man ihn nicht zurück drehen kann. Einfach festschrauben geht bei Wasserhähnen nicht, dann steht die Chance 1:360, dass er hinterher im richtigen Winkel steht. Also muß man Spielraum haben. Jeder wird Dir bestätigen, dass das bei Teflon nicht funktioniert.
Die vielen Undichtigkeiten an pneumatischen Verrohrungen stören auch nicht. Es zischt halt überall und die Lecks sind so klein, dass man sie nicht bemerkt. Bei Wasser ist das schon blöder, da tropft was in die Wand, dann aus der Wand und die vielen kleinen Minipilze, genannt Schimmel, freuen sich bereits schon über nur ein bißchen Feuchte.
Wenn du eine Hanfverbindung machst und nach ein paar Tagen schaust, sollte der Hanf, der noch aus dem Gewinde rausschaut, knochentrocken sein. Dann ist alles richtig. Mir wäre kein anderes Mittel bekannt, wo man so einfach abchecken kann, ob es geklappt hat.
Ein Baumarkt-Kundenberater hat mir neulich gesagt, es gäbe jetzt ein System, was geschraubt werden kann, wo die Dichtung schon mit dabei ist. Das sei aber noch sehr teuer und würde nur von der Firma (habe ich vergessen) hergestellt.
Wenn die anderen sowas testen und für wirklich gut befinden, gehe ich davon aus, dass es das bald von anderen billiger gibt, vielleicht muß noch ein Patent umschifft werden, aber wenn das die Revolution wird, dann war es das mit dem Hanf - Tradition hin oder her. Ich wäre bestimmt einer der ersten, die es anwenden.
Gruß
Werner
(bin doch nicht von gestern, oder doch ?)
- Re: Das ist was anderes . . . hat mit Tradition nichts zu tun laden 28.05.2026 20:35 (2)
- One way Stecksysteme Werner 29.05.2026 09:11 (1)
- Re: One way Stecksysteme laden 29.05.2026 10:56 (0)