Re: Suckes !! (beim Löten)


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Geschrieben von laden am 01. April 2025 18:02:32:

Als Antwort auf: Suckes !! (beim Löten) geschrieben von Werner am 30. März 2025 18:20:23:

Weichlöten geht bei guten Oxidschichten eher schlecht. Ob das Elektoniklot bei angelaufenen Platinen oder Drähten ist oder Stahl verzinkt oder eben Edelstahl mit seiner verstärkten Chromoxidschicht, dat werd nix. Es sei denn, man nimmt das richtige Flussmittel z.B. für Edelstahl. Hab damit früher dünne V4A Drähtchen und Röhrchen mit Zinn/Silberlot für medizinische Geräte verbunden, problemlos verlaufen, sehr fest. Später war das Flussmittel dann immer das Mittel der Wahl, wenn es um irgendwie angelaufene Oberflächen beim Löten ging ob Kupfer, Messing, Eisen... klappte damit immer. Wir hatten damals oft uralte Drähte...aus den 1950ern beim Aufarbeiten zu löten, das nahm nie nicht normales Lot mit Flussmittel wie Kolofonium an, mit dem VA-Mittel verlief es wunderbar. War von einem bekannten Lötmittelhersteller, leicht blau wie mit Kupfersulfat, enthielt Amine und konnte mit Isopropanol "verdünnt" werden. Reste in anderer Flasche habe ich heute noch bei Bedarf im Einsatz. Beim Blechner/Schlosser der auch Edelstahldachrinnen fertigt sollte es sowas (VA-Flussmittel) geben, darf einfach in keiner Bastelstube fehlen sowas.
Nebenbei, du lötest ja nicht sondern klemmst: Wichtige Verbindungen an Geräten wie Motoren oder Seilzügen wurden damals nach mil spec mit erhöhter Temperatur gelötet also kein Elektroniklot sonder min 50-80°C höherer Schmelzpunkt beim Lot um ausreichend Sicherheit bei Erwärmung (E-Motor) oder eben Zugbelastung zu haben.
Viel Erfolg

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