Suckes !! (beim Löten)


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Geschrieben von Werner am 30. März 2025 18:20:23:

Moin,

das Wort Suckes kommt von success und entstand bei uns, als der Sohn lesen lernte. Suckes ist bei uns die Steigerungsform von Erfolg.

Aaaalso, ich habe schon hier geschrieben, dass ich das Messing nicht gelötet kriege. Warum ? Nulldunst. Vor Jahren hatte es mal ganz gut geklappt, als ich Messingröhrchen in verzinkte Hutmuttern gelötet hatte. Die Hutmuttern wurden dazu durchbohrt und im Ergebnis hatte ich eine aufschraubbare dünne Rohrleitung.

Aber das hat nicht wieder geklappt. So schob ich dann die Dinge vor mir her, habe über mechanische Lösungen nachgedacht, die mir aber auch nicht sympathisch waren, wollte schon kleben mit Epoxid-Harz . . . . wie auch immer, der Bedarfsfall ist das Löten einer Bowdenzugseele an ein Messingröllchen zum Zwecke der Vergaseranlenkung. Heute habe ich es wieder probiert, habe ein Proberöllchen Ø8mm mit 2 mm durchbohrt und am anderen Ende nochmal mit 2,5 mm aufgebohrt. Dann habe ich die Seele durchgeschoben und am Ende etwas zerfranst. Dann wurde die Seele wieder zurück gezogen, bis das zerfranste Ende in dem größeren Teil der Bohrung positioniert war. Das ganz in der Stellung in den Löthalter und warm gemacht, von oben Lötdraht drauf, den alten, der angeblich besser ist, aber irgendwas enthält, was heute nicht mehr sein darf.

Das der die Lot schmolz und bildete einen Huckel auf meinem Röllchen, so richtig reinziehen woltte er sich nicht. Ok, kalt werden lassen, Zugprobe, es fällt auf, das die Drahtseele auf ca. 1 cm steif geworden ist, da muß als was mit passiert sein. Und ziehen, so doll es geht - nix, Verbindung bleibt standhaft. Zum Gasgeben allemale ausreichend, aber Wernerlein will es noch genauer wissen und greift zur Spannzange. Wenngleich es sich hier nur um zwei Gaszüge handelt, sollen sie doch so stabil sein, als seien es Bremszüge.

Spannzange angesetzt, abgewickelt, die Verbindung gibt nach und der Draht rutscht aus seiner Höhle. Ok, geht trotzdem so, aber nee, das Teufelchen im Kopf bleibt und lästert. Der Draht ist ganz gut verklebt mit dem Lot, das frisch gebohrte Messingteil wollte mal wieder nicht.

Internet bildet, tausende von Tipps mit Lötpaste und ätzen und ätzende Stimmung, weil am Sonntag nicht verfügbar usw. Also gut, wir bohren das Stück neu und baden es in Zitronensäure - angeblich gut, um Messing zu reinigen. Das Messingteil wird nicht sauber, ich bezweifele, dass das jetzt besser wird und wasche das Teil mit Wasser ab.

Diesmal nur eine Bohrung ohne Aufweitung, auch der Draht wird nicht aufgepleist, sondern bleibt gerade, ich will ja eigentlich nur sehen, was das Messing jetzt tut. Warm machen, Lot schmilzt und versinkt im Draht, noch ein bißchen davon hinterher und dann . . . . . . abkühlen lassen.

Zugprobe, ich reiße so stark daran, dass mein Handgelenk weh tut, so doll Gas geben kann ich gar nicht, da ist der Hebel längst verbogen.

Das Teufelchen grinst wieder, also Spannzange und anwinkeln, das Messingteil spannt aus dem Schraubstock aus. Das Teufelchen reißt die Augen auf und schweigt.

Nochmal einspannen und richtig mit Hebelkraft ziehen, da gibt die Geschichte nach, es bratzelt so komisch und hier ist das Ergebnis:

L-ttest

Die Bowdenzugseele ist gerissen.

Das ist für mich richtig Suckes !! Jetzt sollen die Teufelchen mal kommen. Ich baue jetzt meine Vergaseranlenkungen . . . .

Gruß

Werner

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