Da fehlt ein Bild, also alles nochmal...


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Geschrieben von waldi am 18. Januar 2026 22:27:31:

Als Antwort auf: Kaminsanierung geschrieben von waldi am 18. Januar 2026 22:14:47:

Servus Männer,

is‘ ja echt nix los hier, wenn Werner keine Flugzeuge baut und Waldi keine Drehbänke repariert.
Doch macht er, aber irgendwie hat er den Anschluss von der Berichterstattung verpasst. Man müsste ihn mal wieder motivieren8.

Also, um den Lesestoff etwas aufzufüllen:

Irgendwo weiter unten hatten wir es mal wegen der Kaminsanierung von der Werkstatt.
Jeremias ist zu teuer, zu dünn, und nicht so, wie ICH es haben will.
Also VA-Blech 2500 X 1250 besorgt und los geht‘s.

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Da ich nur 1m biegen kann, musste ich die Tafeln mit dem Plasma zurechtschneiden.
So ‘ne Hebebühne ist eine bequeme, höhenverstellbare Werkbank 19.

Ich hätte anstatt der Holzlatte als Führung einen 60er L-Stahl nehmen sollen denn der Brenner hat beim Entlangziehen gehakt, obwohl die Latte glatt und nicht sägerauh war.
Nur den L-Stahl aus der anderen Garage an unterster Stelle auszugraben und rumzuwuchten habe ich mir gespart.
Nachdem die Tafel dann in die entsprechenden Stücke D x Pi + 15 mm geschnitten war kam der nächste Oldtimer zum Einsatz. Baujahr vermutlich 1929.
Die Blechrollmaschine hatte ich mir weiland extra für den Wirbelrohrauspuff gekauft, um den Schalldämpfertopf, der beim Benz ja hinten quer liegt, zu fertigen. Dass ich die noch ein paar mal brauchen würde, habe ich nicht gedacht.
Vor Jahren habe ich dann noch das Ofenrohr hinter der Drehbank gefertigt. Kein VA, nur einseitig verzinktes Karosserieblech.

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Dieses Maschinchen werde ich auch noch restaurieren, denn so präzise, wie sie sein könnte ist sie leider nicht mehr. Man kann sich behelfen, aber eigentlich hat die Maschine besseres verdient.
Rechts ist der Kurbelantrieb und wenn man kleinere Sachen macht, dann legt man diese natürlich auf der rechten Seite ein. Und dementsprechend ist das rechte Gleitlager stärker verschlissen. Auf dem Bild kann man es erkennen, dass der Biegeradius links kleiner ist, als rechts. Das liegt am Spiel und ist nicht kompensierbar.

Hier erkennt man auch die Nuten unterschiedlicher Breite in den Walzen. Diese Nuten sind dafür gedacht, Rundmaterial zu biegen, was eine enorme Last auf das rechte, (hier linke, weil rückseitig) Gleitlager erzeugt.

Für alle, die nicht täglich Bleche zu Rohren biegen. Wie funktioniert so eine Maschine?

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Wir haben 2 angetriebene Wellen zwischen denen das Blech „eingespannt wird“. Diese fördern das Blech von hinten nach vorne durch.
Die dritte Welle wird über den dicken Hebel, hier links, in Stufen über die Verzahnung nach oben verstellt. Je weiter oben, desto kleiner der Biegeradius.

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Und das sind die vorläufig fertig gebogenen Rohre. Das dritte von links habe ich versucht, mit der Sickenmaschine zu verjüngen. Dabei ist mir eben deren Defekt aufgefallen.

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Die Rohre sind überlappt und gepunktet. Gasdicht per Naht zuzuschweißen ist unnötig.
Die Shweißstellen habe ich inzwischen passiviert, damit die mir nicht zu rosten anfangen. Auch das ist vielleicht übertrieben, aber wenn man schon mal dabei ist …
Fehler mache ich aus Unwissenheit noch genug. Dann vermeide ich wenigstens die, die ich kenne.
Da ist übrigens ein weiterer Punkt, warum ich die Rohre selbst mache.
Nämlich, dass sie sich mit zunehmender Höhe verjüngen, was den Zug in Zukunft wesentlich verbessern dürfte. Sowas in dieser Form gibt es nicht zu kaufen. Kann man übrigens platzsparend lagern grinsi.

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Wenn die Sickenmaschine wieder zusammengebaut ist, geht es weiter.

Viele Grüße

Waldemar

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