dito
Geschrieben von Werner am 26. Mai 2026 22:12:25:
Als Antwort auf: Ein Leben ohne Drehbank ... geschrieben von waldi am 26. Mai 2026 21:48:43:
alt fühle ich mich inzwischen auch - bin es ja auch schon fast.
Die alte Getriebewelle zum Zentrieren hatten wir nicht und eine Drehbank schon gar nicht, aber es hat auch so geklappt. Angeblich konnte man auch mit einem guten Auge das ganze optisch so hinkriegen, dass man das Getriebe wieder drauf kriegt.
Apropos, ich hatte ein paar Autos später einen Autobianchi, geile Karre, wo ebenfass die Kupplung fertig war, aber nicht nur die. Und da habe ich die Italiener schätzen gelernt. Die Kleinwagen von FIAT und Co kriegte man gefühlt mit einem 13er und einem 17er komplett auseinander und wieder zusammen.
In der Getriebeglocke war ein schönes großes Fenster, durch dass man mit dem erwähnten 13er die Schrauben reihum anziehen konnte. Da mußte man gar nix tricksen.
Aber das Auto verschied ebenfalls vorzeitig wegen Rost. Der Autobianchi-Club Bonn gab mir damals noch 500 DM dafür. Der Motor war interessant, der Rest stand bei denen noch längere Zeit rum und diente als Spender für die anderen.
Ich hatte weder das Geld noch die Zeit für sowas, aber in der Not und Unwissenheit habe ich mich halt auch verkauft an Autos. Durch die Reparaturen bin ich aber nicht dümmer geworden, auch wenn sie nicht dauerhaft was gebracht haben.
Nach der Autobianchi-Misere war die Kohle weg, aber ein Auto mußte her. Ich nahm extra einen, der so häßlich war, dass ihn keiner wollte: einen Renault 12, das Ufo, wo nicht ganz klar war, wo vorne ist und wo hinten.
Der Händler hat ihn mir für 1100 DM gegeben und ich dachte die ersten Wochen, es wäre wieder ein Reinfall, aber der Wagen hielt und fuhr und war ok. Das Fahrwerk war schwammig, ich dachte ok, so sindse, die Franzosen, bis ich mal an der Tankstelle den Reifendruck gemessen und gesehen habe, dass kaum Luft drin war. Danach war das Fahrwerk richtig gut, nicht geeignet für Kurven, aber gut. Irgendwann ging dieser Bremskraftverteiler, diese Gabel unterm Auto, fest und die Hinterachse brauchte nach dem Bremsen etwas, um wieder frei zu kommen. Bei Glatteis wurde uns - meinem Auto und mir - das zum Verhängnis. Die Drehung mit blockierten Hinterrädern ließ sich nicht mehr Stoppen und es ging mit Schmackes seitwerts an einen dicken Baum. Mitten in der Stadt, knapp an einer Fußgängerampel vorbei, wo gottlob niemand stand.
Das wars dann mein "Reinhold" ging auf den Schrott.
Ich merke gerade, wie ich wieder Geschichten erzähle, also Handshake, die Nostalgie schlägt zu.
Gruß
Werner
- Französische Autos.... huebi 27.05.2026 12:39 (7)
- Coole Story Uli S. 28.05.2026 01:20 (1)
- Mann ist das lange her ! Werner 28.05.2026 08:45 (0)
- Genau, an den Ansaugrohren hebt man den Motor raus Werner 27.05.2026 17:43 (4)
- Der typische Mantafahrer waldi 27.05.2026 22:22 (3)
- Manta A Restaurationsobjekt Henzo 02.06.2026 17:50 (0)
- Re: Der typische Mantafahrer Uli S. 28.05.2026 00:55 (1)
- Unterbodenschutz Werner 28.05.2026 13:36 (0)
- Re: dito Uli S. 26.05.2026 23:47 (0)