Elektronikfreaks gefragt... Brainstorming zur Leistungsmessung...


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Geschrieben von Joachim S am 17. Februar 2021 19:28:14:

Tach zusammen,

der Hübi hatte mal wieder eine Idee.

90% davon verwerfe ich persönlich für mich ja lieber gleich wieder als "viel zu durchgeknallt", aber diese lässt mir keine Ruhe ;-)

Thema Leistungsmessung am Auto.

Wie ich schon öfters schrieb, ich kann die Drehzahl des Motors genau aufzeichnen, und hab mir ein Programm geschrieben, wo man dann beim Durchbeschleunigen in einem festen Gang die Beschleunigung abhängig von der Istdrehzahl ermittelt.

Mit einiger Rechnerei, und einigen einzugebenen Größen (Gesamtübersetzung, Radumfang, Masse, CW-Wert mal Fläche) kommt man damit durchaus zu einer realistischen Leistungsermittlung.

Leider ist die Durchführung solcher Messungen nicht unproblematisch. Man braucht ne topfebene Strecke, wenig Wind. Schlupf der Räder ist tödlich, Messung muss also mindestens im Vierten Gang stattfinden. Das bedeutet, man muss frei von 50 bis 150 km/h durchbeschleunigen, was 1. auch nicht überall ohne Gefährdung von sich und Anderen möglich ist, 2. Neugier bei der Rennleitung weckt.

Bedingt durch die Basteleien am Prüfstand hatte Hübi sich also mit dem Thema "Waage" beschäftigt. Messzellen mit DMS kommen da schon mal zum Einsatz...

Und schon war die Idee geboren. Man beklebe eine Antriebswelle mit Dehnungsmess-Streifen, und ermittle direkt das Drehmoment. Dazu ein Radsensor, oder per Übersetzung rechnen aus der Motordrehzahl, schont hat man eine perfekte Leistungsmessung.

Die lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn es bergauf geht. Im Gegenteil, man kann sogar länger messen. Auch das Gewicht des Autos ist wurscht.

DMS hab ich damals an der Uni schon geklebt. Ist ne Kunst für sich, klappt aber (oft...). Aber wie kriegt man das Signal von der drehenden Welle runter. Mit bezahlbarer Technik?

Mit schwebt vor, man baut ein kleines Gehäuse, was mit auf die Welle geschoben und verklebt wird, und mit ihr rotiert. Darin ein Messverstärker, und ein Sender z.B. auf 433 MHz, alles befeuert durch ein paar Knopfzellen. Wegen Drehzahlen von gut 1500 1/min muss das schon sehr kompakt sein, am Besten wohl vergossen (evtl. mit Ausnahme der Knopfzellen).

Ein passender Messverstärker findet sich z.B. hier:

https://www.me-systeme.de/shop/de/elektronik/gsv-13

Unter 100 Euro, das läuft noch unter "bezahlbar".

Der spuckt ein Analogsignal aus. 0..10 V oder auch 4..20 mA.

Wie bekommt man das nun gesendet?

Hier kenne ich mich nicht mehr recht aus. Es gibt spottbillige 433 MHz-Sender für Arduino und Co. Aber für Analog finde ich auf die Schnelle nix.

Also, Ideen, Vorschläge, Anregungen sind hoch willkommen...

Gruss Jo

PS, kalibriert wird das Ganze recht einfach. Motor blockieren, Rad einseitig hochheben, mit Drehmomentschlüssel oder gleich einem Drehmomentschlüsselprüfer das Rad drehen, Signal messen. Kalibrierfaktor ermitteln...

Nicht vergessen, eine Antriebswelle überträgt nur die halbe Leistung...


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