Genau, die Capris wurden gerne genommen


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Geschrieben von Werner am 18. Mai 2026 18:30:41:

Als Antwort auf: Wie soll man denn da was testen können? geschrieben von waldi am 16. Mai 2026 09:19:41:

Die hatten übrigens trotz Trampelhinterachse ein gar nicht so schlechtes Fahrwerk. Da konnte man schon mal eine Kurve etwas schneller mit nehmen.

Die Vergaserturbo standen auch gerne mal in Flammen. Es gab die Möglichkeit, den Ladedruck auf den Vergaser zu bringen, oder erst den Vergaser und dann den Turbo das Gemisch verdichten lassen. Zweiteres soll angeblich noch mal eine bessere Verwirbelung gebracht haben und war viel einfacher am Vergaser einzustellen. Aber diese Version hat eben auch mal gern schon im Saugrohr Feuer gefangen.

Der gute alte Zakspeed ist über diesen Hype auch an seine Rennen gekommen, hat das natürlich noch viel weiter getrieben und viel professioneller gemacht. Wir haben ab und zu mal zugeschaut, wenn der mit seinem Laster kam und eine neue Kreation ausgeladen hat zum Testen. Er hat meist die Start- und Zielschleife gebucht, sodaß wir Hobbyfahrer die Einfahrt zur Nordschleife erst hinter Start und Ziel benutzen mußten. Den "neuen" Ring gabs da noch nicht.

Ich weiß noch genau, einmal fuhr wieder so ein Zakspeed seine Umdrehungen. Ich mußte mal wohin und saß auf der Toilette im alten Fahrerlager. Ich hörte ihn immer vorbeikommen, sehr laut, der Trakt hatte keine Fenster, nur Fensteröffnungen, man saß im Kalten. Immer wenn er vorbei kam, drehte er gerade einen Gang aus und schaltete kurz nach meiner Sitzposition. Er wurde mit jeder Runde schneller und schneller, bis irgendwann die Schaltpause genau im Vorbeifahren kam. Dann kam der Moment, wo er schon vor dem Passieren umgeschaltet hatte und dann Sekunden später ein kurzes Reifenquietschen und ein nicht besonders lautes "Poff".

Ich beendete flugs mein Geschäft und rannte raus, sah das teure Testauto im Zaun und den Fahrer, der sich allmählich entfernte, weil das Auto zu brennen anfing. Als es dann mal eine kurze Verpuffung gab mit Feuerball, rannte der Fahrer nur noch weg. Der alte Zakowski fuhr mit seinem Auto hin zu dem Brandopfer, stieg aber nicht aus, weil er schon sah, dass nichts mehr zu retten war.

Irgendwann noch mal ein kräftiger Plopp und der lakonische Kommentar eines Zuschauers "das war der Feuerlöscher". Ich weiß nicht, ich dachte eher, es war ein Reifen, aber egal.

Pünktlich nach 23 Minuten erschien dann die freiwillige Feuerwehr aus Adenau. Ein kleiner Unimog mit Spritze, ein ebenso kleiner Mannschaftswagen mit Teenies, die einen Helm auf hatten. Und der Einsatzleiter hat denen dann gezeigt, was passiert, wenn man mit Wasser auf brennende Magnesiumfelgen sprüht. Heißa, war das ein Feuerwerk.

Ich hab gestaunt, als der Brand quasi von selbst aufhörte, weil nix mehr da war, was brennen konnte. Mein Bruder hat sich noch ein Stück geschmolzenes Magnesium vom Asphalt abgenommen als Souvenir. Dann kam Firma Zakspeed und hat die Reste eingeladen. Das Dach lag mit seinen Säulen unmittelbar auf der Fahrbahn auf, die Leute mußten sich tief bücken, hoben es auf, und darunter lagen nebeneinander die Kardanwelle und der Auspuff. Der Rest war weg !!!

Im Motorbereich gab es noch ein paar Messingteile, deren Funktion sich erahnen ließ, dann lagen die Stahleinlagen der Reifen da rum und ein paar Achsteile, aber viel wegzuwerfen gab es wirklich nicht mehr.

Äääh, wie kamen wir jetzt drauf ? Achso ja, Geschichten vom und über den Nürburgring.

Gruß

Werner

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